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Nahrungsergänzungsmittel wie Schwangerschaftsvitamine unterstützen einen gesunden Schwangerschaftsverlauf
Meine Ernährung in der Schwangerschaft

Schwangerschaftsvitamine und Supplements Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist eine echte Höchstleistung für deinen Körper. Du versorgst nicht mehr nur dich selbst: Du bildest unter anderem eine Plazenta, dein Blutvolumen nimmt zu und dein Körper stellt deinem Baby alles für Wachstum und Entwicklung zur Verfügung.

Deshalb steigt während der Schwangerschaft der Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Welche Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe jetzt besonders wichtig sind – und wann Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft sinnvoll sein kann, erfährst du hier.

Nahrungsergänzung bei Schwangerschaft: So deckst du deinen Nährstoffbedarf

Während der Schwangerschaft benötigt dein Körper bis zu 50 % mehr Protein, Eisen, Folsäure, Jod und Zink.

Schwangere Frauen haben einen höheren Nährstoffbedarf. Bei einigen Nährstoffen kann der Bedarf bis zu 50% ansteigen. Während der Schwangerschaft benötigt dein Körper vor allem mehr Protein, Eisen, Folsäure, Jod und Zink.

Supplemente in der Schwangerschaft 💊

Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für eine gesunde Schwangerschaft. Protein, ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe aus unserer Ernährung liefern einen großen Teil der Nährstoffe, die du und dein Baby jetzt brauchen.

Für einige Nährstoffe reicht die Ernährung in der Schwangerschaft jedoch nicht immer aus, um den erhöhten Bedarf zuverlässig zu decken. Das kann insbesondere dann eine Herausforderung sein, wenn du dich eingeschränkt oder einseitig ernährst, wenig oder keine tierischen Lebensmittel isst oder bereits vor der Schwangerschaft gewisse Nährstofflücken hattest.

Supplemente in der Schwangerschaft können eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie helfen dabei, mögliche Nährstofflücken zu schließen, wenn die Ernährung allein deinen Bedarf nicht mehr vollständig decken kann.

Welche Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft?

So deckst du deinen Proteinbedarf in der Schwangerschaft

Proteine bestehen aus Aminosäuren – den Bausteinen, die dein Körper für den Aufbau, Reparatur und Erhalt von Gewebe benötigt. Während der Schwangerschaft steigt dein Proteinbedarf, da dein Baby wächst und dein Körper zusätzliches Gewebe aufbauen muss.

Gute Proteinquellen sind Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sowie einige pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte.

Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich der Proteinbedarf in der Regel gut decken. Schwieriger kann es sein, wenn du wenig oder keine tierischen Lebensmittel isst oder nicht ausreichend Protein zu dir nimmst.

In solchen Fällen kann ein hochwertiges Protein Supplement dabei helfen, die Ernährung sinnvoll zu ergänzen.

Omega 3 Fettsäuren Schwangerschaft

DHA (Docosahexaensäure) trägt zur Entwicklung des Gehirns und der Augen deines Babys bei. DHA ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, da der Körper aus der pflanzlichen Omega-3 Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) nur begrenzte Mengen DHA bilden kann.

DHA kommt unter anderem in fettreichem Fisch und Fischöl vor. Auch Eigelb enthält DHA, allerdings in geringeren Mengen.

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an DHA. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt während der Schwangerschaft täglich mit 100–200 mg DHA zu supplementieren.

Wenn du wenig oder keinen Fisch isst, kann ein DHA-Supplement daher besonders sinnvoll sein.

Schwangerschaftsvitamine & Mineralstoffe

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Zu den Mikronährstoffen, auf die während der Schwangerschaft besonders geachtet werden sollte, gehören Folsäure, Eisen, Jod, Vitamin D und Zink.

Die Bedeutung von Folsäure für Schwangere

Folsäure gehört zu den wichtigsten Mikronährstoffen in der frühen Schwangerschaft – und eigentlich schon davor.

Folsäure ist an zahlreichen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Besonders entscheidend ist ihre Rolle bei der Zellteilung und der frühen Entwicklung des Neuralrohrs. Diese Entwicklung beginnt bereits sehr früh – oft zu einem Zeitpunkt, an dem du noch gar nicht weißt, dass du schwanger bist.

Deshalb ist eine ausreichende Folsäureversorgung bereits vor der Empfängnis und in den ersten Schwangerschaftswochen besonders wichtig.

Gute natürliche Folatquellen sind grünes Blattgemüse, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, Spargel, Brokkoli, Avocado und Zitrusfrüchte.

Selbst eine gesunde Ernährung liefert nicht immer ausreichend Folsäure, um den stark erhöhten Bedarf vor und während der Schwangerschaft zuverlässig zu decken. Ideal ist der Start bereits vier Wochen vor der Empfängnis, da sich der Folsäurespiegel im Körper rechtzeitig anreichern muss.

Aufgrund der nachgewiesenen Wirksamkeit empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Frauen mit Kinderwunsch eine Supplementierung mit mindestens 400 µg Folsäure pro Tag vor und während der Schwangerschaft (mindestens bis zum Ende der 12. SSW).

Eine Folsäure Supplementierung kann das Risiko für Neuralrohrdefekte um etwa 70 %reduzieren!

Eisenbedarf Schwangerschaft: Wie viel Eisen brauchen Schwangere?

Dein Eisenbedarf steigt in der Schwangerschaft um 50 %. Eisenmangel gehört weltweit zu den häufigsten Nährstoffdefiziten und ist die häufigste Ursache für Blutarmut (Anämie) in der Schwangerschaft. Weltweit sind etwa 42 % der Schwangeren von Anämie betroffen.

Eisen wird unter anderem für eine normale Blutbildung benötigt. Besonders wichtig ist es für den Sauerstofftransport im Körper. Darüber hinaus spielt Eisen eine Rolle im Energie-Stoffwechsel und für das Immunsystem.

Hochwertige Eisenquellen sind Fleisch und Fleischprodukte, aus denen Eisen besonders gut aufgenommen werden kann. Auch pflanzliche Lebensmittel wie Bohnen, Linsen, Erbsen und andere Hülsenfrüchte enthalten Eisen, allerdings wird dieses vom Körper weniger effizient aufgenommen. Wenn du dich überwiegend pflanzlich ernährst, kann Vitamin C (z.B. aus Zitronensaft) die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern.

Über die Ernährung allein lässt sich der erhöhte Eisenbedarf während der Schwangerschaft nicht immer ausreichend decken. Wenn deine Eisenwerte bereits niedrig waren oder du ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel hast, kann deine Ärztin oder dein Arzt ein Eisenpräparat empfehlen.

Eine gezielte Eisensupplementierung kann helfen, Eisenmangel und Eisenmangelanämie während der Schwangerschaft zu verhindern.

Zink in der Schwangerschaft

Man schätzt, dass mehr als 80 % der Schwangeren weltweit nicht ausreichend Zink aufnehmen, vor allem aufgrund eines zu geringen Verzehrs von zinkreichen Lebensmitteln.

Zink ist ein wichtiger Mineralstoff für die Zellteilung, normales Wachstum und ein gesundes Immunsystem.

Gute Zinkquellen sind Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte sowie Vollkorngetreide, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte.

Eine Zink Supplementierung während der Schwangerschaft kann Mutter und Baby zugutekommen und nachweislich das Risiko einer Frühgeburt sowie von Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern verringern.

Jod in der Schwangerschaft

Schätzungsweise 28 % der Weltbevölkerung sind von Jodmangel betroffen. Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Jodversorgung, da der Jodbedarf während der Schwangerschaft steigt.

Jod ist für die Bildung von Schilddrüsenhormonen essenziell. Diese spielen eine entscheidende Rolle für Wachstum und Entwicklung – insbesondere für die Entwicklung des Gehirns deines Babys.

Gute Jodquellen sind Jodsalz, Milch und Milchprodukte, Fisch und Meeresfrüchte sowie Eier.

Die WHO empfiehlt eine Jod Supplementierung in Regionen, in denen Jodmangel häufig vorkommt und der Zugang zu Jodsalz eingeschränkt ist.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Supplementierung mit Jod, da bei 45,9 % der Frauen im gebärfähigen Alter die Jodzufuhr unzureichend ist. Besonders betroffen sind Frauen, die kaum Jodsalz und Fisch konsumieren.

Um eine ausreichende Jodzufuhr sicherzustellen, wird daher während der Schwangerschaft empfohlen, täglich mit 100 – 150 µg Jod zu supplementieren.

Vitamin D in der Schwangerschaft

Ein Vitamin D Mangel ist bei Schwangeren weltweit häufig: von etwa 30 % in den USA und 55 % in Europa, bis zu 70 % in China und 96 % in Indien.

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung und Erhaltung gesunder Knochen und unterstützt zahlreiche normale Körperfunktionen.

Vitamin D kommt in Lebensmitteln wie fettreichem Fisch, Fischleberölen und Eiern vor. Auch Fleisch enthält geringe Mengen. Pflanzliche Lebensmittel sind dagegen meist keine guten Vitamin-D-Quellen.

Eine weitere wichtige Quelle ist die körpereigene Bildung von Vitamin D in der Haut durch Sonnenlicht.

Wenn Ernährung und Sonnenexposition nicht ausreichen, kann eine Supplementierung helfen, die Vitamin D Versorgung zu verbessern. Ob du zusätzlich Vitamin D benötigst und in welcher Menge, kann deine Ärztin oder dein Arzt anhand deiner individuellen Situation beurteilen.

Nahrungsergänzungsmittel Schwangerschaft: Was sind die besten Präparate?

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf einiger Nährstoffe bis zu 50 %. Selbst eine gesunde Schwangerschaftsernährung reicht oftmals nicht aus, um den Bedarf an allen essentiellen Nährstoffen abzudecken.

Ein gutes Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft kann helfen, etwaige Nährstofflücken zu schließen und als Sicherheitsnetz zu dienen. Studien belegen, dass Nahrungsergänzungsmittel zu einem gesunden Schwangerschaftsverlauf beitragen.

Bei einer Nahrungsergänzung vor und während der Schwangerschaft macht es Sinn, essentielle Vitamine und Mineralstoffe kombiniert, anstatt zahlreiche einzelne Präparate mit Mono-Nährstoffen einzunehmen. So kannst du Nährstofflücken gezielt schließen, ohne dass deine tägliche Routine aus einer Handvoll verschiedener Supplemente besteht.

Wichtig: Mehr ist nicht automatisch besser. Bei Nahrungsergänzungsmitteln kommt es auf die richtige Dosierung an. Welche Nährstoffe du tatsächlich zusätzlich benötigst, hängt von deiner Ernährungsweise und deiner individuellen Versorgungslage ab. Sprich deshalb insbesondere bzgl. Eisen, Jod, und Vitamin D Supplementierung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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